Ehrenmitglied der Niederschlesischen Handwerkskammer von Wroclaw (Breslau) als “Ausgezeichneter Niederschlesischer Handwerker”

Mitglied der 1. Schlesischen Schmiede Akademie SAKA

Gewinner des “Silbernen Schlüssel von Legnica 2010”

Damaszener Stahl

Der Stahl der Götter

 

Geschichte:

 

Seit frühester Zeit wurden Werkzeuge und Waffen, wie Messer, Schwerter, Äxte und Spieße aus dem legendären „Stahl der Götter“ dem Damaszener Stahl hergestellt. Wie der Name verrät waren es Schmiede aus Damaskus die, die Fertigkeit besaßen zwei grund verschiedene Stahlsorten miteinander zu verbinden. Aber auch im keltischen Gebiet kannten die Schmiede die Technik des Feuerschweißen und konnten so harten spröden Stahl mit weichen und zähen Stahl verschmieden. Zeugnisse dieser frühen Kunst sind von Archäologen bereits gefunden und analysiert worden. Die Fundstücke konnten auf ein Alter von ca. 2500 Jahren datiert werden.

Im asiatischen Raum, speziell in Japan, wurde die Tradition des Damastschmiedens eben falls beherrscht und durch die Meister weiterentwickelt und bis in die heutige Zeit bewahrt. Dies beweist die bisher unübertroffene Qualität der Samurai- Schwerter, deren Klingen an die 1000 Lagen , bis sogar 1,2 Mio Lagen, aufweisen.

Schmieden eines „Pakets“ nach alter Tradition von Hand

Bei solchen hohen Temperaturen fliegen schon mal ordentlich die Funken .

Harter Stahl und weiches Eisen wird abwechselnd übereinander gelegt, wobei die weichen Lagen immer Außen liegen. Traditionell beginnt man mit 3 Lagen also weich-hart-weich in dem man den weichen Stahl aufspaltet und das harte Stahlstück einlegt. Das Paket hält so bis zum ersten Verschweißen von allein zusammen und kann mit der Schmiedezange gehalten werden. Ein verschweißen der Stahlstücke mit dem CO-Brenner oder Elektrode und das Anschweißen eines Haltestiel´s sowie die Verwendung von Borax als Schweißpulver, kann man nicht als traditionelle Schmiedetechnik bezeichnen. Nur wahre Meister ihres Faches wissen zu würdigen, dass bei solch einer ehrwürdigen Arbeit auch nur die traditionellen Rituale und Techniken zum Einsatz kommen.

Nach dem Erhitzen des Schweißpaketes auf Weißglut oder auch Schweißhitze genannt wird der Block durch schnelle und kräftige Hammerschläge verschweißt und möglichst in einer Wärme ausgeschmiedet. Danach wird der Block mit dem Spalthammer zweidrittel eingekehlt und die beiden Hälften aufeinander geklappt. Diese Prozedur, von verschweißen, einkehlen und übereinander legen, nennt man Falten. Mit drei Lagen begonnen erhält man  nach sieben fehlerfreien Faltungen rein rechnerisch 384 Lagen, wegen des Abbrandverlustes beim Schmieden sind es tatsächlich aber weniger.

Beim Feuerschweißen sollte der Schmied genau auf seine Temperaturen achten. Wird der Block zu weit erhitzt verbrennt der Kohlenstoff und der Damast ist wertlos oder sogar gleich zerstört.

Ist der Block zu kalt verschweißt er nicht vollständig und es entstehen Schweißfehler im Stahl, die dann erst wieder nach dem Ätzen der fertigen Klinge zum Vorschein kommen und die Klinge somit auch als minderwertig einzustufen ist.

Hat man einen Damastblock mit der gewollten Lagenanzahl hergestellt, kann er, je nach Größe, zu Klingen oder Schmuck weitergeschmiedet werden. Erst nach dem vollständig fertigen Bearbeiten und Polieren des Damaststückes kann man die einzigartige Struktur, durch anätzen oder auch „ausziehen“ genannt sichtbar machen.

 

Industrielle Verfahren und Möglichkeiten :

  • durch Schmelzen (Woots)
  • pulvermetallurgischer Damasteel
  • Erhitzen im Glühofen unter Vakuum und verschweißen mit der Schmiedepresse
  • Schmieden unter dem Luft- oder Federhammer.
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